Spenden

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,
liebe Freunde der Großenhainer Marienkirche,

mit diesem Schreiben wende ich mich an alle Marienkirchgemeindeglieder in nah und fern. Ich wende mich an alle die hier getauft, konfirmiert wurden, geheiratet oder Jubelkonfirmation gefeiert haben und mit diesem Gotteshaus in besonderer wertschätzender Weise noch in Verbindung stehen.
Ich, als vormaliger Kirchvorstand dieser Gemeinde habe mich riesig gefreut, dass dieses Gotteshaus, bekannt als die „kleine“ Schwester der Frauenkirche in Dresden, ihren inneren und äußeren Glanz 2005 erhalten hat. Viele Menschen aus unserem deutschen Land haben den Bau, der über 910.852 Euro kostete, mit Geldspenden unterstützt. Das Spendenaufkommen von 2004 - 2006 betrug damals 42.871 Euro. Ich war damals sehr dankbar und glücklich über diesen Betrag.
Was ist passiert, dass ich Ihnen heute einen solchen Bittbrief schreibe.
Wohl wissend, dass 1992 in unserer Kirche ein Gasheizungskessel eingebaut und mit den alten Heizrohrleitungen verbunden wurde hofften wir, dass diese Investition für eine noch lange Zeit ausreicht. Alles hat über die Jahre mit kleineren Nachbesserungen gut funktioniert. Doch seit April 2010 ist der große Zusammenbruch gekommen. - Der Heizkessel ist total defekt und die Rohre im Kirchenraum sind streckenweise durchgerostet. Ein erster Kostenüberblick von einem Fachmann liegt bei 350.000 Euro um diese Anlage von Grund auf zu erneuern.
Ein weiteres schlimmes Ereignis ereilte Großenhain und Umgebung, am 24. Mai 2010. Es war der Nachmittag des Pfingstmontags. Ein Tornado mit teilweise einer Kraft von 320 km/h zog über unsere Stadt hinweg. Er hinterließ die Schneise einer unvorstellbaren Verwüstung. Dabei kam, Gott sei es geklagt, ein sechsjähriges Kind ums Leben. - Uralte Bäume in der Stadt, im Stadtpark, auf dem Friedhof und auf dem Kupferberg wurden entwurzelt und gebrochen. Die Gebäudeschäden werden noch lange Zeit zu sehen sein. Wir stehen noch unter dem Schock dieser Naturkatastrophe. Dieser mächtige Tornado hat auch die renovierte Marienkirche getroffen. Alle Bleiglasfenster der West- und Nordseite, hat der tornadobegleitende Hagel zerstört. Auch das neu gedeckte Kirchendach wurde massiv beschädigt. Die Kosten belaufen sich auf 140.000 Euro.
Wir, als die Glieder der Marienkirchgemeinde, stehen derzeitig vor einer fast nicht lösbaren Aufgabe. Bis zum heutigen Tag sind für das Gotteshaus schon über 2 TE an Spenden eingegangen. Die Landeskirche Sachsen hat uns beim Renovieren unterstützt und wird es auch wieder tun aber der Hauptteil der Finanzierung wird offen bleiben. Es ist ein schlimmer Gedanke für mich, es sich vorzustellen, dass in diesem Jahr insbesondere vor Weihnachten keine Konzerte jeglicher Art in der Ephoralkirche stattfinden können. Ich sehe, dass auf Grund des kommenden Winters das intensive Gemeindeleben zum Erliegen kommt. - Wenn wir es in diesem Jahr unter dem Eindruck des Tornados nichts schaffen, kommen Zweifel auf, ob es überhaupt werden wird.
Deshalb richte ich, in Abstimmung mit dem Kirchenvorstand, diesen Hilferuf an alle Menschen, die uns bekannt sind und mit unserer Kirche in irgendeiner Verbindung stehen. Egal wo Sie jetzt wohnen. Ich bitte Sie uns in dieser Notlage mit einer Spende zu helfen.
Auf Wunsch stellt Ihnen das Pfarramt Großenhain eine Spendenquittung zur weiteren Verwendung für das Finanzamt aus.

Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und grüße Sie mit einem „vergelt’s Gott“,
Siegfried Behla, Gemeindeglied der Marienkirche

Herr, ich habe lieb die Stätte
deines Hauses und den Ort,
da deine Ehre wohnt.
Psalm 26.8