Geschichte des Wantewitzer Kirchenchores

Wie alles begann

Im Jahr 1876 wurde der Männer-Gesang-Verein Gävernitz gegründet, wie der Kirchenchronik des Kantors Max Pester zu entnehmen ist. Dieser Chor sang, um einige Sängerinnen ergänzt, auch zu kirchlichen Anlässen. "Aber das Singen im gemischten Chor war nur die Ausnahme" heißt es wörtlich in der Chronik. Nach 1945 fanden sich wieder zahlreiche Sänger ein und der Chor konnte 1951 sein 75-jähriges Bestehen feiern.
Manfred Kranke aus Baßlitz unterbreitete den Vorschlag, den Chor doch dauerhaft um Frauenstimmen zu erweitern, stieß aber zunächst auf Ablehnung. Doch auch Kantor Pester unterstützte das Vorhaben und so gab es kurze Zeit später einen gemischten Kirchenchor, der von ihm geleitet wurde.
Trotz der gesellschaftlichen Hindernisse bis 1989 blieb der Kirchenchor Wantewitz dauerhaft bestehen. Er wurde nach Kantor Pester von den Kantorkatecheten Lorenz und Lose geleitet.
Ab 1972 dirigierte Pfarrer Schönfeld den Chor, bevor von 1986 an Friederike Vogel aus Großenhain für 23 Jahre die Leitung übernahm.
Christfried Roßner aus Laubach war bereit, den Chor für eine Übergangszeit zu übernehmen. In dieser Zeit kamen Sänger aus Lenz, die bis dahin einen eigenen Chor bildeten, zum Wantewitzer Chor hinzu: unter der Bedingung, für beide Kirchen gleichermaßen aktiv zu werden.
Zwischen 25 und 30 Sängerinnen und Sänger gestalteten in dieser Zeit Festgottesdienste, Chortreffen der Ephorie und andere kirchliche Höhepunkte mit. Neben dem musikalischen Interesse verband die Chormitglieder das freundliche Miteinander.
Als Frau Vogel aus gesundheitlichen Gründen 2008 ihre Tätigkeit aufgeben musste, übernahm Stefan Jänke die Stelle des Chorleiters. Zum selben Zeitpunkt stießen die Mitglieder des kleinen Merschwitzer Kirchenchores dazu, damit weitete sich der Aktionsradius des Chores auf das gesamte Kirchspiel „Großenhainer Land“ aus.
Durch das Projekt einer Litauenreise im Jahr 2010 und der damit verbundenen Einladung zum Mitsingen gelang es, den Chor zu vergrößern. Auch SängerInnen, die sich zunächst nur für den Zeitraum des "Litauenprojekts" eingeschrieben hatten, blieben dabei. Ähnliches wiederholte sich 2013, als der Chor eine Konzertreise durch die baltischen Länder Litauen, Lettland und Estland durchführte.