Bericht Chorreise Polen

Musikalische Begegnung in den Masuren

Wantewitzer Kirchenchor traf litauisches Partnerensemble in Polen

Seit 2007 kennen sich ChorsängerInnen aus dem Dorf Vadzgirys in Litauen und aus der Region um Großenhain. Aus einer Internetbekanntschaft der beiden Chorleiter Lina Lukosiene und Stefan Jänke entwickelte sich eine lebendige Chorpartnerschaft, die heute von Großenhainer Seite vom Kirchenchor Wantewitz getragen wird. Mehrfach besuchten sich die Ensembles gegenseitig und gingen auch schon gemeinsam auf eine kleine Tournee durch Estland und Lettland.
Vom 23.-26. Juli trafen sich nun der Kirchenchor Wantewitz und das Sakralmusikensemble Vadzgirys auf halbem Weg in Polen und gestalten gemeinsam Konzerte unter dem Motto „Mein Herz ist bereit“. Mit diesem Zitat aus Psalm 57 wird einerseits das Anliegen des Projektes deutlich, Gott durch die Musik zu danken, andererseits wird auch klar, dass die SängerInnen und Sänger aus beiden Ländern als Amateurmusiker mit ihrem ganzen Herzen dabei sind: beim Musizieren, bei der Begegnung untereinander und beim Kennenlernen der Menschen und der Landschaft rund um das Hauptquartier in der Stadt Ryn inmitten der masurischen Seen.

Wie bei vergangenen Reisen auch waren neben den Wantewitzer SängerInnen auch zahlreiche Gäste dabei (u.a. aus dem katholischen Kirchenchor Großenhain), so dass die Reisegruppe 56 Personen umfasste. Neben dem musikalischen Begegnungsprogramm, das Proben und Auftritte in sieben Gottesdiensten und Konzerten umfasste, war ein umfangreiches Erlebnisprogramm geplant: den Auftakt bildete ein internationales Picknick, zu dem TeilnehmerInnen beider Gruppen beisteuerten, was in der jeweiligen Heimat an geeigneten Leckereien aufzutreiben war. Eine Kajaktour, ein Besuch bei wilden Pferden, Führungen durch mittelalterliche Burgen und Kirchen sowie diverse Museumsbesuche rundeten das Programm ab. Mit Hilfe des Wissens des Polenexperten und bis vor kurzem auch in Großenhain tätigen Dresdner Pfarrers Erich Busse war es zu dem für die Gruppe möglich, intensiv in die Geschichte des Nachbarlandes einzutauchen.