Information zur Kirche in Strießen

Die Strießener Kirche wurde in den Jahren 1852/53 unter dem baulustigen Superintendenten Hering aus Großenhain erbaut. Der Neubau anstelle des baufällig gewordenen Vorgängerbaues erfolgte damals nicht ganz freiwillig.

So ist es vielleicht auch erklärlich, dass man bei der Umsetzung der verordneten Baupläne zu sparen versuchte, was allerdings dem Bauwerk nicht zum Vorteil gereichte. Bereits 1859 und 1863 waren umfangreiche Erneuerungen erforderlich, "da das zu der Kirche verwendete Holz von sehr schlechter Beschaffenheit und namentlich auch der Turm sehr schlecht gemauert worden". Jedoch gab die neue Strießener Kirche dem Gemeindeleben einen nachhaltigen Aufschwung. So war nun nicht nur Platz für eine ordentliche Orgel, sondern die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste durch Kantor und Kirchenchor in Verbindung mit dem nun hellen und großzügigen Gottesdienstraum strahlten auf die Besucher aus. In der Kirchenchronik finden sich viele Programme von reichhaltig ausgestalteten Festgottesdiensten.

Das Strießener Kirchspiel ist nicht sehr groß. Zu ihm gehören die Orte Strießen, Medessen, Porschütz, Stauda und Kottewitz. Früher hatte der Strießener Pfarrer Zeit jeden Hof einmal im Jahr zu besuchen. Seit dieser Zeit ist das Miteinander in der Kirchgemeinde familiär. Bereits vor dem 2. Weltkrieg wurde die Strießener Pfarrstelle nicht mehr besetzt und Strießen mit der Kirchgemeinde Skassa geschwisterlich verbunden. Das führte dazu, dass das Pfarrhaus in Strießen nicht mehr in vollem Umfang benötigt wurde und schließlich komplett verkauft wurde.

Als in den Jahren 1980 bis 1982 die Strießener Kirche saniert wurde, wurden deshalb bauliche Veränderungen vorgenommen: Die Kirche dient nicht mehr nur dem Gottesdienst, sondern sie hat zugleich einen Raum für verschiedenste Gemeindeveranstaltungen erhalten. Um Platz zu gewinnen wurde der alte Kanzelaltar abgebrochen und ein neuer Altar mit Figuren des Dresdner Bildhauers Friedrich Press (1904-1990) errichtet. Die Figuren symbolisieren die Auferstehung Jesu. Die Kirchgemeinde hofft, bis zum 150. Kirchweihjubiläum 2003 den mittlerweile wieder sanierungsbedürftigen Turm restaurieren zu können, damit die Kirche wieder in neuem altem Glanz erstrahlt. 

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Kirche
Jahreslosung:
Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. (Johannes 14,1)
Evangelisch-Lutherisches Landeskirchenamt Sachsens