Dohlen sind ständige Bewohner im Turm der Marienkirche
Bis zum Jahr 2008 waren in den drei Nistkästen im Turm der Marienkirche die Gebäude bewohnenden Arten Turmfalke, Schleiereule und Dohle vertreten. Die Dohlen als Koloniebrüter haben nun im Jahr 2009 Besitz von allen Nistkästen ergriffen und die anderen beiden Arten verdrängt.
Im Turm vorhandene Technik ermöglicht einen Einblick in das Leben der Vögel. Mit Erstaunen kann bei so einem Blick am Tag in das "Wohnzimmer" und bei Nacht in die "Schlafstube" dieser "Einraumwohnungen" so manches Verhalten entdeckt werden, was sonst im Verborgenen bleibt.
Im Gegensatz zu anderen Rabenvögeln ist die Dohle überwiegend ein Felsbrüter, das heißt sie baut ihre Nester nicht in Bäumen, sondern als sogenannter Kulturfolger im wenig felsigen Tiefland an "künstlichen Brutfelsen", also an Gebäuden.
Doch auch die künstlichen Brutfelsen haben ihre Tücken. Immer mehr von ihnen gehen im Zuge von Gebäudesanierungen und Umbauvorhaben verloren. Dieses Schicksal teilt die Dohle mit anderen gebäudebrütenden Vogelarten, wie Turmfalken, Schleiereulen und Schwalben.
Dies unterstreicht die besondere Verantwortung, die in unserer Region dem Schutz der in den vergangenen Jahren hier neu brütenden Dohlen zukommt. Die Bilder von den Großenhainer Dohlen sollen insbesondere auch Anregung zur Schaffung / Erhaltung von Nistmöglichkeiten in anderen Städten sein.









